Ägypten: Geschichte der Pharaonen
Ägypten wurde von den Griechen der Antike als Ursprung aller Kultur angesehen. Was dem heutigen Reisenden ein Urlaub in Ägypten ist, war für die Hellenen eine Pilgerfahrt zum Quell uralter Weisheit.
Noch heute hat der Titel der Herrscher über das Land am Nil - Pharao - einen mythischen Klang. Tatsächlich wurde der ägyptische Herrscher nicht vor dem 1. Jahrtausend vor Christus mit Pharao tituliert. Zu dieser Zeit konnte Ägypten auf eine lange Geschichte zurückblicken und hatte den Höhepunkt seiner Entwicklung überschritten.
Das Wort Pharao bedeutet übersetzt “großes Haus” und meinte ursprünglich den Palast des Herrschers. Die ägyptische Geschichte beginnt um 2.900 vor der Zeitenwende mit der ersten Dynastie. Waren die ersten Könige noch hinter dem Schleier des Mythos verborgen, erhält der König Narmer durch Abbildungen auf Schminkpaletten ein Gesicht. Mit der dritten Dynastie entstehen Bauten, die auch den heutigen Ägyptenbesucher noch in Erstaunen versetzen - der Grabbezirk des Königs Djoser in Sakkara.
Die 4. Dynastie schließlich war es, die Ägypten seine Wahrzeichen und der Welt eines ihrer Wunder schenkte. Jeder kennt die Pyramiden des Cheops, des Chephren und des Mykerinos. Keine Fotografie kann den atemberaubenden Eindruck wiedergeben, die diese gigantischen Bauwerke am Rand der Wüste auf den Besucher machen. Die Liste der Pharaonen kennt 31. Dynastien. Mit Alexander dem Großen endete die ägyptische Spätzeit.
Die nachfolgende Herrschaft der Ptolemäer brachte griechischen Geist nach Ägypten und schuf faszinierende Bauwerke, in denen sich Griechentum und ägyptische Tradition vereinen. Am Ende der Entwicklung steht wieder ein bekannter Name. Mit dem Tod Kleopatras wurde Ägypten zum Teil des römischen Herrschaftsbereiches.