Aktueller Verbrauchertipp: Anstelle von Zucker mit Stevia süßen
Die Lust auf Süßes gilt als angeborenes Laster - aber Zucker ist für Ernährungs- und Gesundheitsbewusste bekanntermaßen ganz und gar nicht unproblematisch. Eine neue Alternative erobert gerade den deutschen Markt: Stevia, ein auf den ersten Blick eher unscheinbares südamerikanisches Kraut.
Was genau ist Stevia?
Bekannter ist „Stevia rebaudiana“ unter dem Begriff Süßkraut. Hiermit wird eine Pflanze aus Paraguay bezeichnet, die dort traditionell zum gesundheitsbewussten Süßen und Verfeinern von Speisen und Getränken eingesetzt wird. Ihre Blätter enthalten diverse Terpenverbindungen wie z.B. Steviosid, die sogar noch um Einiges süßer sind als herkömmlicher raffinierter Zucker.
Was hat Stevia mit Zucker gemeinsam?
Das Positive an Stevia ist, dass es weder Kalorien enthält, noch Karies fördert. Mit Zucker hat Stevia also einzig und allein nur den süßen Geschmack gemeinsam. Gesundheitsschädliche Nebenwirkungen von Stevia wurden bisher nicht bekannt, da es sich um eine natürliche Substanz handelt. In einigen Ländern wie z.B. in Japan oder in den USA ist Steviosid, der süße Inhaltsstoff der Pflanze, auch bereits in isolierter Form als Süßungsmittel zugelassen. Sehr weit verbreitet ist Stevia in Japan, wo aus gesundheitlichen Gründen bereits ca. die Hälfte aller Süßigkeiten mit Stevia gesüßt wird.
Wie süßt man mit Stevia?
Der süßende lnhaltsstoff ist sowohl in kalten als auch in warmen Flüssigkeiten löslich und zudem hitzebeständig. Mit Stevia-Extrakten können außer Getränken auch Kuchen und Süßspeisen gesüßt werden. Auf diese Weise kann man beim Süßen ganz bewusst auf Kalorien und Kohlenhydrate verzichten. Was die Intensität des Süßens angeht, so entsprechen zwei Tropfen Stevia etwa einem Teelöffel Zucker.
Übrigens: Wegen seiner starken Süßkraft nennen Indianer, die mit Stevia schon seit vielen Generationen ihren Tee süßen, die Blätter der Pflanze auch “Honigblätter”. Die Lust auf Süßes lässt sich auch in der heutigen modernen Zeit nicht verbieten, aber durch pflanzliche Alternativen wie Stevia in gesunde Bahnen umlenken.