Aufbau von Werkzeugen für Tischbohrmaschinen und Säulenbohrmaschinen
Bohrer ist nicht gleich Bohrer – das dürfte dem Anwender, der mit einer Tischbohrmaschine oder Säulenbohrmaschine arbeitet durchaus bekannt sein. Wir möchten darüber hinaus noch einige Anhaltspunkte geben, welche Faktoren für ein hochwertiges Werkzeug zu beachten sind.
Schneidenzahl von Bohrwerkzeug
Ein Werkzeug mit 2 oder mehr Schneiden wird bei der Arbeit im Vollen gleichmäßig belastet. Die Krafteinwirkung (zum Beispiel Vorschübe) wird aus alle vorhandenen Schneiden verteilt und sorgt so für einen ruhigen Verlauf und optimale Führung. Dieses wird bei Senkern, Reibahlen und Spiralbohrern durch den kegelförmigen Anschnitt noch weiter unterstützt.
Einschneidige Werkzeuge für die Bohrmaschine
Bei einer gleichen Spandicke bei gleichem Umfang schwenkt die Werkzeugmitte nach unten und umkreist im leichten Radius die Mitte. Das Bohrloch hat spätern einen minimal kleineren Durchmesser als der des Werkzeugs. Versetzte Löcher erzeugen bei der Bohrung einen leicht herzförmigen Verlauf.
Zweischneidige Werkzeuge für die Bohrmaschine :
Bei einem ausermittigem Loch wird das Werkzeug minimal weggedrängt, so dass ein minimal größeres Loch, in Richtung der Spindelachse, entsteht.
Mehrschneidige Werkzeuge für die Bohrmaschine :
Auch hier findet eine leichte Verdrängung statt. Da das Werkzeug jedoch nicht zurückfedern kann, sondern direkt an den anderen Schneiden aufliegt. Selbst eine geringe Richtungskorrektur ist hierbei möglich.
Insgesamt entscheidet sich welcher Bohrer Verwendung findet zum einen an dem Werkstoff, zum anderen an der Bearbeitungsaufgabe und letztendlich auch, welche Art von Bohrmaschine (Säulenbohrmaschine, Tischbohrmaschine, Magnetbohrmaschine) verwendet wird.