Das Donauknie in Ungarn
Visegrad ist eine Siedlung in Ungarn, direkt am Donauknie, die ganz harmonisch im malerischen Teil dieser Landschaft liegt.
Sehenswert ist in dieser Siedlung die aus dem 13. Jahrhundert stammende Obere Burg und der im 14. Jahrhundert am Fuß des Berges errichtete königliche Palast. Während der Herrschaft des weltweit bekannten Renaissance-Königs Matthias erlebte der königliche Palast seine Glanzzeit. König Matthias hatte den Palast durch Terrassen, einen Prunkhof, einen aus rotem Marmor gefertigten Zierbrunnen und mit einem Bad baulich erweitern lassen. Damals haben alle Besucher, die aus fernen Ländern angereist waren, den Palast als Paradies auf Erden beschrieben. Das Gebäude wurde jedoch durch die Feuersbrunst im Jahre 1542 zu einem Opfer der Flammen.
Die Ruinen wurden später durch herabfallendes Gestein fast komplett zugedeckt. Aufgrund von archäologischen Ausgrabungen und Rekonstruktionsarbeiten, die Jahrzehnte anhielten, konnte man den Prunkhof des Renaissance-Palastes nach alten Plänen rekonstruieren. Der Besucher erkennt an der Oberen Burg, dass sie früher in Ungarn als Festung diente. Ergänzend wurde ein Teil der Originalmauer neu errichtet, von der aus man die beste Aussicht auf das Donauknie hat. Des Weiteren befindet sich hier ein Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert, der im Originalzustand erhalten geblieben ist.