Das Handy im Web 2.0
Das Handy hat mit der Einführung der GSM-Netze vor rund 15 Jahren eine einzigartige Karriere hingelegt. Vermutlich hat sich das Handy in dieser Zeit noch schneller auf dem ganzen Erdball verbreitet als jede andere Technologie.
Das Internet verbreitete sich in etwas demselben Zeitraum ebenfalls in einer imposanten Geschwindigkeit. Das Internet hat - startend im Jahre 2006 - unter dem Stichwort Web 2.0 eine neue Ära eingeläutet. Mit Hilfe von Communities und der Verbindung von unterschiedlichen Datenquellen wurden ganz neue Anwendungen möglich. So konnten plötzlich Plattformen, die Immobilien vermitteln, ihre Datenbestände z.B. mit Google Maps kombinieren, so dass die Kunden sich die Lage der Immobilien gleich sehr anschaulich auf den Bildschirm holen konnten. Hierdurch bekam das Internet nach Jahren der relativen Phantasielosigkeit wieder einen neuen Schwung. Pioniere machten sich auf und programmierten neue Anwendungen.
Durch die Verbreitung von UMTS und ganz neuen Handys, die auch den schnellen Zugriff auf das Internet und das dort vorhandene Wissen ermöglichen, wird der Nutzen des Internet schnell weiter ansteigen. Dass was vor Jahren unter dem Stichwort „location based services“ als Zukunftsvision ausgemalt wurde, scheint sich jetzt in Ansätzen zu realisieren. Lokale Communities, die helfen Restaurant-Empfehlungen auf dem Handy verfügbar zu machen, sprießen aus dem Boden. Lokalisierungsdienste helfen, Freunde in ausgefallenen Bars zu lokalisieren. Diese „Spielereien“ dürften erst der Anfang sein, bei der Erforschung der Möglichkeiten des mobilen Internets.
Die Mobilfunkhersteller wie Nokia, Samsung und neuerdings Apple sind alle bestrebt, sich einen Teil dieses leckeren Kuchens zu sichern. Man darf gespannt sein, welchen bunten Strauß der Möglichkeiten das mobile Web noch für die Menschheit bereithält.
Klaus-Martin Meyer
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