Datensicherheit im Internet
Eine Homepage ist eine tolle Sache, man kann sich selbst eine Plattform geben um Millionen von Menschen mitzuteilen was man grade denkt, tut und mag. Und eben hier liegt auch ein Problem. Denn so mancher Internetnutzer verrät mehr über sich, als er eigentlich will oder weiss.
Die Aufgabe jeglicher Privatsphäre wird zwar im realen Leben kritisch beäugt, im Internet ist so mancher dafür umso freigiebiger mit intimsten Informationen und erlaubt damit einfach jedem die Erstellung eines Persönlichkeitsprofils, die Aufdeckung der tatsächlichen Identität des Besitzers einer Domain und damit meist des Autors der Homepage, zumindest aber den Auftraggeber des Webhosting und damit eine gute Ausgangsposition für weitere Nachforschungen.
So schlimm erscheint die Sache für den, der seine Homepage nicht als virtuelle Personalakte benutzt zunächst nicht. Er gibt direkt keine Informationen zu sich preis, fühlt sich also nicht in Gefahr ausspioniert zu werden. Doch auch er ist verwundbar. Denn selbst wenn der Surfer nur minimale Informationen auf jeder Domain weitergibt, Häppchen für Häppchen in Chats und Foren, so scheint die Bildung eines umfassenden Personenprofils fast unmöglich, sie ist es aber nicht. Kommt doch hier ein Prinzip zur Anwendung, welches viele Errungenschaften des Internetzeitalters gefährlich macht: Der Mensch ist von Natur aus faul. Daher benutzt er ähnliche Benutzernamen in unterschiedlichen Communities, verlinkt sein Webhosting dort, verbindet es so mit seinem Namen und macht sich nicht nur über seine Domain als reale Person identifizierbar, sondern verbindet direkt alle seine Identitäten über die Seite.
Suchmaschinen tun ihr übriges, um den ahnungslos Bespitzelten Schritt für Schritt zu durchleuchten.