Der genetische Fingerabdruck
Unter dem genetischen Fingerabdruck, der durch eine Analyse der DNA ermittelt wird, versteht man die Untersuchung spezieller genetischer Eigenschaften, die für jedes Individuum einzigartig sind. Da kein zweiter Mensch die gleichen genetischen Informationen in sich trägt, ist es verhältnismäßig einfach möglich - aufgrund relativ einfacher Gentests - einen Vaterschaftstest durchzuführen oder einen Straftäter zu ermitteln.
Für die Durchführung des Gentests benötigt das mit dem Test beauftragte Labor eine DNA-Probe der zu untersuchenden Personen. Für einen Vaterschaftstest werden häufig Speichelproben genommen, da diese sie sehr leicht zu entnehmen sind: Mit einem Wattestäbchen streicht man mehrmals über die Mundschleimhaut, dann lässt man das Wattestäbchen trocken und schickt es dann zum Labor. Das Wattestäbchen muss dabei in ein Röhrchen oder in eine Plastikhülle verpackt werden, damit keine Verunreinigungen durch andere DNA erfolgen können.
Abgesehen von den Speichelproben können aber auch viele andere Proben verwendet werden, die einzige Voraussetzung ist, dass man sie sicher einer Person zuordnen kann. Sehr beliebt sind z.b. Haarproben. Es reicht aber aus – z.B. in Kriminalfällen - einen Zigarettenstümmel, ein benutztes Glas, ein Taschentuch, getrockenes Blut oder ein Kaugummi einzureichen.
Der genetische Fingerabdruck ist auch für einen Vaterschaftstest geeignet. Das Ergebnis kann nach einreichen der Probe innerhalb weniger Tage ermittelt werden. Bei einem Vaterschaftstest kann der Vergleich zweier genetischer Fingerabdrücke eine Vaterschaft mit über 99% Sicherheit ausschließen oder bestätigen.