Der Golfrasen - grün, klein und anspruchsvoll
Das Grün, der Golfrasen, macht oft gerade einmal 2 Prozent der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus, ist aber der Teil der Spielbahn, der am schwierigsten zu bespielen ist. Der Golfrasen auf den Grüns hat eine Länge von 2,5 bis 4 mm und eine Geschwindigkeit von 8 bis 10 auf normalen und von 11-12 auf Profigolfplätzen.
Die Geschwindigkeit wird mittels eines Stimpmeters gemessen. Es handelt sich dabei um eine Schiene, von der der Ball auf das Grün rollt. Die Länge in Fuß, die der Ball zurücklegt, gibt die Geschwindigkeit der Greens an, deren Größe von 300 bis 1000 Quadratmetern variieren kann.
Die Geschwindigkeit des Grüns ist deshalb von so großer Bedeutung, da auf ihm normalerweise nur geputtet wird. Ausnahmen bilden Hole-in-Ones oder Schläge aus dem Semigreen bzw. Vorgrün, die direkt eingelocht werden. Die intensive Pflege und der besondere Untergrund machen den Golfrasen zu den teuersten Flächen eines Golfplatzes. So befindet sich unter der Grasnarbe eine 2 Dezimeter starke Rasentrageschicht, die für ein besseres Absickern von Niederschlägen wie Regen sorgen soll.
Dadurch wird verhindert, dass durch Golfschuhe entstandene Abdrücke hinterlassen werden, die das Green unspielbar machen würden. Häufig sind die Greens durch Verteidigungen wie Sandbunkern oder Gewässern geschützt. Ist ein Green von drei Seiten mit Wasser umgeben, heißt es Inselgrün. Manchmal ist das Green für den Golfspieler nur zu erreichen, indem er sich, seinen Caddie und den Golf Trolley in ein Boot lädt und auf das Inselgrün rudert. Gerade auch diese ungewöhnlichen Unterbrechungen machen Golf zu einer der am meisten entspannenden Sportarten der Welt.