Die Entstehung der Kreditkarte
Wer glaubt, die Idee bargeldlos bezahlen zu können sei erst in den letzten Jahrzehnten entstanden, liegt völlig falsch. Die ersten Kreditkarten wurden bereits 1894 in den USA genutzt. Sie wurden damals von First Class Hotels an besonders gute Gäste ausgegeben. Später konnte man damit auch in Kaufhäusern und an der Tankstelle bezahlen. In den 50er Jahren folgten auch Restaurants und andere Kleinbetriebe.
Die Karten wurden damals von bestimmten Unternehmen herausgegeben und konnten auch nur in diesen wieder eingesetzt werden. Ziel war es damals die Kunden an die Firma zu binden, die Kundentreue und Loyalität zu erhöhen und sie zu weiteren Einkäufen zu animieren. Die unabhängige Kreditkarte kam ebenfalls zuerst in den Vereinigten Staaten auf den Markt.
Diese konnten dann in verschiedenen Unternehmen eingesetzt werden, sofern sich dieses zur Akzeptanz der Karte entschlossen hatte. Der Vorreiter in dieser Richtung war die Karte des Diners Club. Seit 1950 konnte man damit in vielen guten Restaurants in New York City essen. Der Rahmen wurde in den folgenden Jahren auch auf andere Branchen sowie über die Ländergrenzen hinaus ausgedehnt.
1951 gab die Franklin National Bank die erste tatsächliche Universalkreditkarte heraus. In den 70er und 80er Jahren etablierten sich vor allem Travel- und Firmenkreditkarten. Diese waren besonders auf Vielflieger ausgerichtet und hatten viele Vertragspartner die mit dem Reisen in Verbindung stehen, wie Mietwagenfirmen, Hotelketten oder Fluglinien. Letztlich setzten sich aber Bankkreditkarten durch, die bekanntesten sind VISA und MasterCard, die beide überall auf der Welt akzeptiert werden. Jedoch gibt so gut wie jede Bank Kreditkarten heraus, sowie viele Drittanbieter.