Die Geschichte der PKV
Nachdem bereits einige Reformen in der GKV in den 1920er und 1930er Jahren der PKV eine Menge Mitglieder bescherten - 1924 durch den Zustrom von neuen Mitgliedern als Folge der Weltwirtschaftskrise 1923 und der darauf hin erfolgten Einführung der Rentenmark am 15.11.1923 und der damit gewonnenen neuen Geldstabilität, sowie 1937 in Folge der Reformen der GKV im Bezug auf einen klar umrissenen Personenkreis, wobei alle versicherungsfremde Mitglieder aus der GKV ausscheiden mussten - kam es in Folge des 2. Weltkrieg 1945 zum totalen Zusammenbruch des Sozialsystems, und auch der PKV.
Im Osten, im sowjetisch besetzten Teil Deutschland war es dabei sogar so, dass private Krankenversicherungsunternehmen die Betätigung untersagt wurde. Die Unternehmen wanderten gen Westen ab - heute erinnern nur noch die Namen dieser Unternehmen an ihre ursprüngliche Herkunft (Hallesche, Mecklenburgische und so weiter).
1948 wurde der Bizonale Verband der PKV gegründet, womit die 3. Zuwanderungswelle in die PKV Mitte der 1950er einsetzte - als Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs. 1971 kam es durch die Öffnung der GKV für alle Angestellten abermals zu einer großen Abwanderungswelle - jedoch umgekehrt - aus PKV. 1972 wurde die Pflichtversicherung für Landwirte eingeführt - was zu einer weiteren Abwanderungswelle aus der PKV führte.
Wieder mehr Mitglieder bekam die PKV durch das 1989 in Kraft getretene Gesundheitsreformgesetz, das im Bezug auf die PKV Arbeitern und Angestellten ab diesem Zeitpunkt, deren Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, erlaubt sich auch privat zu versichern. Insbesondere für diesen Personenkreis empfiehlt sich ein Private Krankenversicherung Vergleich, denn durch den Beitritt zur PKV bindet man sich unter Umständen ein Leben lang an diese Versicherungsform.