Fernstudiengänge bieten neue Möglichkeiten
Die Diskussionen um Studiengebühren an deutschen Unis waren hart. Bedingung sollte sein, dass das Geld zumindest in Teilen auch der Ausstattung der veralteten Universitäten selbst zu Gute kommen sollte.
So manche Hochschule und FH, die Fernstudiengänge aufgeschlossenen Studenten anbieten, sind längst an den alteingesessenen Unis in Sachen Standard vorbeigezogen. Schon seit Jahren können Studierende an einer solchen Hochschule ohne alltägliche Anreise zu den Vorlesungen das Studium absolvieren. So wird das Studium unter anderem an einer Fachhochschule in Form eines Fernstudiums in besonderer Weise für Arbeitnehmer und Senioren interessant, die bereits schon eine Ausbildung hinter sich gebracht haben, aber dennoch geistige Herausforderungen suchen. Waren vor Jahren noch größtenteils wirtschaftswissenschaftliche Stundengänge prägender Teil der Fernstudiengänge, haben inzwischen geisteswissenschaftliche Bereiche und Kreativangebote gleichgezogen.
So befindet sich das Modell der Hochschule derzeit in einem Wandel, aus dem diejenigen Nutzen ziehen können, die zwar vormals gerne studieren wollten, aber berufsbedingt nicht an den Seminaren teilnehmen konnten. Nun können fast alle Kurse in elektronischer Art besucht werden, wobei die Studierenden selbst entscheiden, wann sie welche Kurse durcharbeiten wollen. Nur die Abschlussprüfungen und einige andere Prüfungen am Ende der Semester, finden bei einem Fernstudium als Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht statt.
Immerhin sind die Fernstudiengänge an der Hochschule und der FH echte Diplom-Studiengänge, die den Weg in neue berufliche Möglichkeiten bieten können. Die Studenten brauchen nur eines in größerem Maße als sonst: Ohne das nötige Durchhaltevermögen, Organisationstalent und Planung können aus der Regelstudienzeit schnell ein paar Semester mehr werden. Und die Familie muss auch mitspielen.