Hanf – ein nachwachsender Rohstoff mit eingebauter Marketingfunktion
Der Hanf ist eine ausgesprochen vielseitige Rohstoffpflanze. Hanf liefert Naturfasern, Schäben, Lebensmittel, Pflanzenöl, ätherische Öle für die kosmetische Industrie und potentiell sogar Medizin. Hanf kann in den meisten Ländern dieser Erde erfolgreich angebaut werden. Aufgrund des rasanten Wachstums kann die Hanfpflanze auch als reiner Biomassespender produziert werden. Diese Vielseitigkeit macht den nachwachsenden Rohstoff als Anbaualternative für die Landwirtschaft interessant.
Mehr Wertschöpfung verspricht allerdings die stoffliche Nutzung der Hanfpflanze. Aus den sehr reißfesten Fasern lassen sich sowohl technische Textilien als auch modische Textilien (insbesondere Naturtextilien) herstellen. Die Hanffasern haben sehr positive Trageeigenschaften. Die Hanfsamen stellen eine sehr wertvolle Quelle für Lebensmittel dar. Sie sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und können so zu einer gesunden Ernährung beitragen. Das Hanföl wird beispielsweise stark nachgefragt von Menschen, die unter Neurodermitis leiden.
Neben diesen reinen Nutzenargumenten haben Produkte aus Hanf den Vorteil, dass diese oft für Aufmerksamkeit sorgen nur weil diese aus Bestandteilen der vermeintlichen Drogenpflanze Hanf hergestellt worden sind. Diese mediale Aufmerksamkeit, die sich mit den Produkten erzeugen lässt ist eine relativ gute Unterstützung für das Marketing der Firmen, die Produkte aus Hanf verkaufen wollen. Auf solche eine „externe“ Marketingabteilung kann leider nicht jedes Produkt zurückgreifen.