Natürlich düngen im Garten mit Kompost
Ein Kompost sollte eigentlich in keinem Garten fehlen. Die Vorurteile, ein Komposthaufen würde stinken und Ratten anlocken ist nicht unbedingt richtig, bei ordentlicher Bestückung des Komposts kommt so was nicht vor.
Der Kompost ist eine wichtige Recycling Station im natürlichen Kreislauf im Garten, er nimmt alle Garten Abfälle und auch vieles aus der Küche auf. Auf einem Kompost nichts zu suchen haben gekochte Speisereste, Fleisch roh oder gekocht. Obstschalen, Gemüse- und Pflanzenreste, Kaffeesatz, Sträucherschnitt oder Äste wenn sie gehäckselt sind gehören auch auf den Kompost.
Im Kompost leben zahlreiche Lebewesen, wie Würmer, Asseln, Bakterien und Pilze, die daraus wieder sehr guten, wertvollen Dünger und Erde machen. Wer einen Garten anlegen will, sollte also einen Platz für einen Kompost mit einplanen. Ein schattiger Platz ist ideal. Der Kompost muss eine Verbindung zur Erde haben, die Lebewesen müssen ja irgendwie einziehen können. Also auf keinen Fall auf Beton oder Fliesen einen Kompost anlegen. Er kann einfach so auf dem Boden geworfen werden, ein rechteckiger Kasten ist aber schöner. Wichtig ist, das der Kompost atmen kann, einmal im Jahr umgraben schadet auch nicht. Rasenschnitt ist grundsätzlich kein Problem auf dem Kompost, jedoch die Mengen die davon in der Regel anfallen, sind zuviel für einen Komposthaufen. Eine Schicht von maximal 10 cm ist verträglich. Für Rasenschnitt ist ein extra Haufen am besten, im Frühjahr kann dieser gute Dünger dann in die Beete mit eingegraben werden.
Ein normaler Kompost braucht ca. ein Jahr, im Frühjahr kann er auf jeden Fall verwendet werden. Wer öfter mal im Jahr zum nachdüngen Kompost verwenden will sollte auf einen Thermokomposter zurückgreifen. Hier dauert der Prozess nur ein paar Monate, schon ist Kompost als Dünger verfügbar.