Risikokapital für Unternehmer
Junge Unternehmer, die sich eine Existenz in der Branche der Biotechnologie, IT oder erneuerbare Energien gründen, haben erfahrungsgemäß einen hohen Kapitalbedarf, insbesondere für die Forschung und Entwicklung.
Der geregelte Kapitalmarkt steht diesen Unternehmern eher skeptisch gegenüber, daher beschaffen sich diese so genannten Startups ihr Kapital oft über Venture Capital, das ist privates Kapital außerhalb des üblichen Kapitalmarktes. Der Kapitalgeber investiert direkt in das Eigenkapital des Unternehmens, gibt sozusagen einen Kredit ohne Schufa und bleibt dabei Minderheitsgesellschafter im Unternehmen.
Diese VC prüfen die Bonität ihrer Managements in die sie investieren anders, sie vergeben die Kredite ohne Schufa und setzen dabei voll und ganz auf das Unternehmenswachstum, denn ihr Gewinn resultiert letzten Endes einzig und allein aus einem gestiegenen Unternehmenswert. In einigen Regionen Deutschlands haben sich ganze Technologieparks entwickelt, an denen viele dieser Startup-Unternehmen tätig sind. Die Risikokapitalgeber investieren nur in Firmen, bei denen sie hohe Wachstumschancen sehen. Der Gewinn den die VC’s machen kann sich beim Rückzug aus dem Unternehmen bei 20% und mehr bewegen. Die Kapitalgeber verkaufen dann ihre Anteile zum Beispiel an der Börse und ziehen sich vollständig aus den Unternehmen zurück.
Bei der Finanzierung durch Risikokapital kann es auch vorkommen, dass Unternehmer und Kapitalgeber sich überwerfen, weil die Kapitalgeber sich zu stark in die Unternehmenspolitik einmischen und ihr Ziel vom starken Wachstum und somit der Steigerung des Unternehmenswertes in den Vordergrund stellen. So werden Unternehmer oft auch gedrängt, sich an der Börse zu platzieren, obwohl aus deren Sicht der richtige Zeitpunkt dafür noch nicht ist.