Stickerei als Handarbeit
Die Stickerei zählt zu den textilen Techniken. Hierbei wird ein so genanntes Trägermaterial aus Stoff, Papier, Seide und anderen durch Fäden verziert.
Diese Fäden werden durch das jeweilige Material in einer gewissen Anordnung und einem speziellen Mustern hindurch gezogen. Somit ergeben sich Bildnisse von Landschaften, Tieren, Menschen, Stillleben, Schriften und anderen Motiven. Geschichtlich betrachtet handelt es sich bei der Stickerei um eine alte Variante der Verzierung. Schon die Chinesen tausende Jahre zuvor verwendeten diese Methode um Kleidung zu verschönern. Auch den Griechen, Römern und Ägypten war diese Art der Kunst nicht unbekannt.
Dennoch unterschieden sich die unterschiedlichen Weltkulturen natürlich in ihrer Motivwahl. Am beliebtesten waren Menschen- und Tiergestalten, aber auch geometrische Figuren, wie beispielsweise bei den Assyrern. Im Mittelalter wurden besonders kirchliche Hintergründe für Stickereien gebraucht. So wurden beispielsweise geistliche Gewänder verziert. Es gibt unterschiedlichste Arten von Stickereien. Einige dieser sind die Bunt- und Weißstickerei, sowie die Federkielstickerei. Ebenso unterschieden sich die Techniken mit denen gestickt wird. Hierbei spricht man von so genanntem Kreuzstich, Bargello, Kelim, Gobelin und einigen mehr.
Um den Prozess des Stickens ausführen zu können benötigt man folgende Materialien: Zum einen Garn, Nadeln, ein Trägermaterial wie zum Beispiel Stoff und zum anderen einen Stickrahmen. Grundsätzlich ist diese Art der dekorativen und handwerklichen Kunst sehr zeitaufwändig. Es bedarf einiger Geduld und Geschicklichkeit um genaue und optisch gut aussehende Motive zu erstellen. Im Handel sind natürlich auch diverse vorgefertigte Motive zu haben. Diese sind dann bereits auf einen Trägerstoff aufgedruckt und man kann diesen Vorgaben entlang das Motiv nachsticken.