Streetwear, Hoodies und Co.
Die vielseitige Welt der Mode verfügt über unzählige Einflüsse, Stilrichtungen und Hintergründe. Kleidung ist seit jeher auch ein Instrument und dient immer auch als Mittel zum Ausdruck der Zugehörigkeit.
Allerdings liegt die Wirkung immer auch im Auge des Betrachters und wird vom diesem nicht immer als das gesehen, was der Träger darstellen und präsentieren will. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen spielt das durch Mode transportierte Image eine besonders große Rolle und kann ein sehr wichtiger Schlüssel zu Gruppenzugehörigkeit, Abgrenzung und “Wir-Gefühl” sein. Gerade im Bereich Streetwear machen kleine Details oft schon den Unterschied, ein lässig, weiter geschnittener Hoodie beispielsweise hat eine andere Wirkung als ein körperbetonter. Auch ein weites weißes T-Shirt mit Rundhals “erzählt” eine andere Geschichte als ein körperbetontes T-Shirt mit tiefem V-Ausschnitt.
Diese feinen Unterschiede fallen nicht jedem auf, finden aber Beachtung bei den Menschen, an die sich die jeweilige “Message” richtet. Der Begriff Streetwear hat seinen Ursprung in USA, wo sich in den späten 1970er Jahren die junge, sich gerade strukturierende Hip-Hop-Szene durch einen eigenen neuen Kleidungsstil abzugrenzen wusste. Es entstanden weite, bequeme Hoodies und T-Shirts. Hoodie ist der neudeutsche Ausdruck für Kapuzenpullover, er verdankt seinen Namen dem englischen Wort für Hood, was übersetzt Kapuze heißt.
Heute ist der Hoodie ein szeneübergreifendes Kleidungsstück und wird von Menschen jeden Alters getragen. Hoodies werden gleichermaßen von Frauen und Männern getragen und finden bei vielen verschieden Ereignissen Verwendung, sie dienen als Sport- und Arbeitskleidung, werden selbstverständlich aber auch oft während der Freizeit angezogen. Der Erfolg des Hoodies ist wohl auf seine Vielseitigkeit und seine angenehmen Trageeigenschaften zurückzuführen, deshalb wird sich auch in Zukunft wohl nichts am Kultstatus dieses Kleidungsstücks ändern.